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23.07.2019 / Inland / Seite 8

»Aus Krankenhäusern wurden Fabriken gemacht«

Bisherige Profitmaximierung auf Kosten der Patienten reicht Bertelsmann-Stiftung nicht aus. Ein Gespräch mit Inge Höger

Markus Bernhardt

Regelmäßig kommt die Bertelsmann-Stiftung mit Vorschlägen um die Ecke, wie bestimmte Bereiche der BRD noch neoliberaler gestaltet werden könnten. Jüngst wurde ein radikaler Kahlschlag der deutschen Krankenhauslandschaft beworben (siehe jW vom 16.7.). Was qualifiziert die Stiftung eigentlich dafür, sich derart einzumischen?

Es ist ihr Geschäftsmodell, Vorschläge zu unterbreiten, wie der Sozialstaat abgebaut und öffentliche Aufgaben privatisiert werden können. Sie mischt sich nicht nur in die Gesundheitspolitik ein, sondern hat an der Agenda 2010 mitgewirkt, stellt Forderungen in der Bildungspolitik auf und propagiert die Militarisierung der EU. Bei der Krankenhausstudie muss man wissen, dass Brigitte Mohn, Tochter von Elisabeth »Liz« Mohn, sowohl im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung als auch im Aufsichtsrat der Rhön-Privatkliniken AG sitzt.

Die Bertelsmann-St...

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