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22.07.2019 / Feuilleton / Seite 11

Das Sterben der anderen

Ambivalenter Kompromiss: Die »Final-Cut«-Version von Francis Ford Coppolas »Apokalypse Now«

Peer Schmitt

»The far-out art of the past becomes the wallpaper of the future.« (Die abgefahrenste Kunst der Vergangenheit ist die Tapete der Zukunft.) Francis Ford Coppola sagt es selbst, dass ihm sein Film »Apokalypse Now« dank des guten alten Wechselspiels zwischen Verfremdung und Normalisierung über die Jahre immer weniger seltsam vorkam.

Das erste Mal kam »Apokalypse Now« vor ziemlich genau 40 Jahren auf dem Filmfestival in Cannes heraus. Die Reaktionen waren zunächst durchwachsen, die Produktionsgeschichte ein organisatorisches und finanzielles Desaster. »Es war«, so Coppola, »wie in Vietnam. Wir waren im Dschungel, wir hatten zuviel Geld und zuviel Zugriff auf zuviel Equipment und wurden Schritt für Schritt wahnsinnig.« Gedreht wurde »Apocalypse Now« pikanterweise auf den Philippinen, gewissermaßen im Stammland des US-amerikanischen Kolonialismus, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Von der Kritik beargwöhnt wurde nicht zuletzt die politische Unausgeg...

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