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16.07.2019 / Inland / Seite 4

Altbekanntes Muster

Opfer von brutalem Polizeiübergriff beim CSD Köln muss erneut vor Gericht. Linkspartei fordert Konsequenzen

Markus Bernhardt

Nachdem Anfang dieses Monats Hunderttausende an den diesjährigen Protesten anlässlich des Christopher Street Days (CSD) in Köln teilgenommen hatten, scheint der schwulenfeindliche Alltag in manchen Lokalbehörden wieder eingekehrt zu sein. So berichtete der WDR Ende vergangener Woche, dass die Staatsanwaltschaft der Domstadt Revision gegen ein Urteil beantragt hat, welches vor knapp drei Monaten bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte.

Zur Erinnerung: Im April dieses Jahres hatte ein Kölner Richter bei der Urteilsverkündung vor dem Landgericht Köln mehrfach mit den Tränen gekämpft und sich bei einem schwulen Opfer von Polizeigewalt als Vertreter eines Staates entschuldigt, den er für »einen der bestmöglichen« halte. Und »als solcher schäme ich mich im Grunde«. »Sofern es an mir ist, bitte ich den Angeklagten für den Staat um Entschuldigung«, hatte der Richter festgestellt. Angeklagt war ein schmächtiger junger Mann, dem von der Polizei ursprünglich eine ange...

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