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13.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Herr Z. will Notenbanker sein

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Herrn Zuckerberg mangelt es nicht an Selbstvertrauen. Nachdem er das größte Informationsnetz (Social Network genannt) in die Welt gesetzt und aus den daraus fließenden Werbeerlösen sensationell hohe Gewinne abgegriffen hat, macht er sich nun daran, Banker und, noch besser, Zentral- oder Notenbanker zu werden. Im vorigen Monat kündigte er eine eigene Währung an, »Libra« (lateinisch: Waage und Pfund) genannt. Sie soll es, so sagt er, den Milliarden Menschen, die über wenig Dollar und nicht einmal ein Bankkonto verfügen, möglich machen, über ihr smartes Handy, über das sie natürlich verfügen, zu bezahlen. Der Zahlungsvorgang wird dann von einem Konsortium mit Mark Zuckerberg an der Spitze abgewickelt. Dazu wird die raffinierte »Blockchain«-Technik verwendet, die sich ja schon bei der seit 2009 bestehenden neuen Währung, dem »Bitcoin«, so bewährt hat. Nur, anders als die Bitcoins, deren Preis in Dollar oder Euro gerechnet wild schwankt, soll die Libra wertbes...

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