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09.07.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Mit der Geduld am Ende

Streiks im französischen Gesundheitswesen werden ausgeweitet. Gewerkschaftsspitze für Zusammengehen mit »Gelbwesten«-Bewegung

Georges Hallermayer, Sarreguemines

Obwohl es in Frankreich kein Streikgeld gibt, wurden am 2. Juli landesweit über fünfhundert Krankenhäuser und Pflegeheime bestreikt. Nicht nur die unangemessene Bezahlung, sondern die Arbeitsbedingungen insgesamt wurden angeprangert. Immer mehr Patienten müssen in immer kürzeren Zeiten behandelt werden. Und die Bettenanzahl sinkt. Bereits am 18. März streikten die Krankenschwestern im Krankenhaus Saint-Antoine in Paris, weil sie seit Anfang des Jahres bereits fünf aggressive Handgreiflichkeiten von Patienten erleben mussten.

Das ausgepowerte medizinische Personal ist mit seiner Geduld am Ende, der Zorn groß, und die Bewegung der »Gelbwesten« macht Mut. Nach der gewerkschaftlichen Aktionsgemeinschaft »Intersyndicale« hatte im Juni nun auch die Spitze des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (CGT) die »Convergence« beschlossen. Damit ist das Zusammengehen der Gewerkschaften mit der »Gelbwesten«-Bewegung und anderen Kräften gemeint. Die seit Jahren organisierten ...

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