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09.07.2019 / Inland / Seite 4

Psycho-Framing im Fall Lübcke

Details aus widerrufenem Geständnis des Mordverdächtigen veröffentlicht. Er sei labil, heißt es. Linke kritisieren weiter Sperrung von NSU-Akten

Claudia Wangerin

Das inzwischen wiederrufene Geständnis von Stephan Ernst muss detailreich gewesen sein. Mehrere Medien zitierten am Sonntag abend auf ihren Internetseiten, was er zunächst über seine Motive für den Mord an Walter Lübcke und die Tatausführung erzählt haben soll. Der heute 45jährige hatte demnach schon 2017 und 2018 Anläufe unternommen, den Kasseler Regierungspräsidenten zu töten, berichteten die Süddeutsche Zeitung sowie die Rundfunksender NDR und WDR. Mindestens zwei Mal sei er mit der Pistole in der Tasche zu Lübckes Haus gefahren, dann aber umgekehrt. Hinterher sei er froh gewesen, den CDU-Politiker nicht getötet zu haben, hieß es in den Berichten des Rechercheverbunds. Als er Walter Lübcke in der Nacht zum 2. Juni schließlich doch ermordet habe, sei dies wortlos geschehen.

Vor dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) hatte Ernst dieses Geständnis widerrufen. »Justizkreise« gehen aber nach Informationen der Deutschen Presseagentur vom Montag davon a...

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