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09.07.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf um Augenlicht

Der politische Gefangene Mumia Abu-Jamal ist akut von Erblindung bedroht. Die nötige Operation wird hinausgezögert

Jürgen Heiser

Am Tag vor dem nationalen Feiertag am 4. Juli standen die Telefone in zwei US-Behörden nicht still. Lawrence Krasner, Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia, und Superintendentin Theresa A. Delbalso, Leiterin des Staatsgefängnisses Mahanoy in Frackville (Pennsylvania), wurden von zahlreichen Anruferinnen und Anrufern aufgefordert, sich für die sofortige Augenoperation des von Erblindung bedrohten, politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal einzusetzen. Die Telefonaktion geschah bewusst am 3. Juli, dem 37. Jahrestag der Verurteilung des heute 65jährigen Journalisten, Ex-Black-Panthers und Bürgerrechtlers, der seit 1981 unschuldig im Gefängnis sitzt. Im Sommer 1982 war er wegen Mordes an einem Polizisten, den er nie begangen hat, zum Tode verurteilt worden.

Bekanntermaßen ist Abu-Jamal seit Jahren schwer erkrankt. Das ist die Folge der jahrzehntelangen Haft, von der er bis zur Umwandlung des Todesurteils in lebenslange Haft fast 30 Jahre in der Isolation des Tode...

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