Gegründet 1947 Montag, 21. Oktober 2019, Nr. 244
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06.07.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»In einigen Regionen geht es um blanke Selbstverteidigung«

Gespräch mit Carlos Alberto Ruiz Socha. Über die Friedensverhandlungen in Kolumbien, das Verhältnis von FARC und ELN und nicht eingelöste Versprechen

Carmela Negrete

Sie haben 2016 bis 2018 an den Friedensgesprächen mit der kolumbianischen Regierung auf seiten der Guerillaorganisation »Nationale Befreiungsarmee«, ELN, teilgenommen. Welche Funktion hatten Sie da?

Als Rechtsberater bin ich unabhängig, kenne die ELN aber gut und fühle mich ihr verbunden. Früher schon habe ich die politischen Gefangenen der ELN anwaltlich vertreten. Zuletzt hat mich die norwegische Regierung kontaktiert, die in dem Friedensprozess als Bürge auftritt, so dass ich als Berater der ELN in den Gesprächen anerkannt wurde. Die gleiche Funktion hatte ich zuvor zusammen mit einem spanischen Anwalt für die FARC inne – auch im Auftrag der norwegischen Regierung.

Warum Norwegen?

Das Land hat eine lange Tradition der Friedensdiplomatie und förderte bei vielen Konflikten weltweit die Verhandlungen. Bereits vor zwölf Jahren agierte die norwegische Regierung als Bürge bei einem Annäherungsversuch zwischen der ELN und der kolumbianischen Regierung. Zusamm...

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