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06.07.2019 / Ausland / Seite 8

»Wir wollen niemanden im Mittelmeer sterben lassen«

Kapitänin juristisch verfolgt, Schiff beschlagnahmt: Trotz aller Repression italienischer Behörden wollen Seenotretter weitermachen. Ein Gespräch mit Crewmitgliedern der »Sea-Watch 3«

Fabian Linder

Auch nach ihrer Freilassung aus dem Hausarrest wird Carola Rackete, die in den Worten des italienischen Innenministers Matteo Salvini »verbrecherische Kapitänin« der »Sea-Watch 3«, juristisch verfolgt. Welche Menschen befanden sich an Bord Ihres Rettungsschiffs, und wie war deren Situation?

Lorenz Schramm: Wir hatten 53 Menschen vor der libyschen Küste gerettet. Unter ihnen befanden sich auch Frauen und unbegleitete Minderjährige. Die meisten der Leute, die vor unserer Rettung zwei Tage auf See gewesen waren, waren super glücklich, nachdem wir sie aufgenommen hatten. Sie haben auch verstanden, auf was für einem Boot sie sind. Gleichzeitig waren sie aber auch sehr erschöpft. Das ist immer das erste, was wir wahrnehmen: dass Leute nach der anfänglichen Euphorie in Folge der Rettung einfach schlafen müssen. Insgesamt war die Zeit mit unseren Gästen an Bord sehr intensiv, bei 16 Tagen kommt man sich automatisch näher. Wir sind häufig die ersten, mit denen die...

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