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05.07.2019 / Feminismus / Seite 15

Hungern als Business

Frauen sind im Ballett wichtig. Aber falsche Schönheitsideale und patriarchale Hierarchien unterdrücken weibliche Power. Eine Polemik

Gisela Sonnenburg

Die süße Ballerina auf Zehenspitzen: ein populäres Sinnbild fürs Ballett. Ohne Frauen läuft da nichts. Von der Primaballerina bis zur Corpstänzerin ist die weibliche Anmut präsent. Vor allem im klassischen Tanz, der seit dem 19. Jahrhundert seine internationale Blüte erlebt. Die Hierarchien backstage spiegeln aber keineswegs die Bedeutung der Frauen. Die New Yorker Startänzerin Ashley Bouder versuchte vor einigen Monaten, eine Diskussion darüber anzustoßen: »Warum können Frauen im Ballett nicht gleichgestellt sein?« Bisher lief ihre Ini­tiative ins Leere: Ballettdirektorinnen sind weiterhin Ausnahmen, begabte Choreographinnen müssen auf Aufträge warten, im Gegensatz zu männlichen Nieten.

Derweil ist das Ideal von Frauen im Ballett eine Katastrophe. Manche sind zwar von Natur aus sehr zart. Aber was sich hier als Norm etabliert hat, ist verdammt nah an sanktionierter Magersucht. Das Ideal der »Skinniness«, also der Dünnheit, schwappte aus der Mode- und Wer...

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