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04.07.2019 / Ausland / Seite 6

Zwei Tage Verkaufsboykott

Händler in Nordkosovo schließen Geschäfte. Protest gegen Versorgungsprobleme

Roland Zschächner

Am gestrigen Mittwoch waren die Läden und Restaurants in den vorwiegend von Serben bewohnten Gebieten im Norden des Kosovo wieder geöffnet. Zuvor hatten die Händler ihre Geschäfte für zwei Tage geschlossen gehalten und protestierten damit gegen die mangelnde Versorgung mit Produkten aus Serbien, wodurch eine »humanitäre Katastrophe« drohe. Diese wurde bereits am vergangenen Dienstag von der in Belgrad erscheinenden Zeitung Politika heraufbeschworen.

Im vergangenen November hatte Pristina die Zölle auf Waren aus Serbien sowie aus Bosnien und Herzegowina auf 100 Prozent angehoben. Damit reagierten die Institutionen der sich 2008 mit westlicher Hilfe und völkerrechtswidrig von Belgrad abgespaltenen Provinz auf den gescheiterten Versuch, Mitglied in der internationalen Polizeibehörde Interpol zu werden. Seitdem liegen auch die von der Europäischen Union diktierten Gespräche zwischen Belgrad und Pristina auf Eis, denn Serbien fordert im Einklang mit internatio...

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