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01.07.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Wenn Sponsoren intervenieren

EU, USA und Russland konspirierten in der Lösung der politischen Krise in Moldau. Rumänien spielte keine Rolle

Florin Poenaru, Bukarest

Ganz plötzlich überschlugen sich Anfang Juni in der Republik Moldau die Ereignisse. Das Ergebnis wurde von einigen Kommentatoren bereits als »stille Revolution« bezeichnet. Ganz unvorhergesehen wurde Vladimir Pla­hotniuc gestürzt, der lokale Oligarch, der Moldau im letzten halben Jahrzehnt mit eiserner Faust beherrscht und staatliche Institutionen für eigene Geschäftsinteressen genutzt hatte. Plahotniucs Sturz offenbarte gleichzeitig aber auch die Kraftlosigkeit Rumäniens, jenes Landes, das in der Region für sich eine Führungsrolle beansprucht – und zu dem Zeitpunkt die EU-Ratspräsidentschaft innehatte.

Zur Vorgeschichte: Die moldauischen Parlamentswahlen vom 24. Februar hatten keinen klaren Sieger hervorgebracht und führten zu monatelangen politischen Manövern und Hinterzimmerverhandlungen. Die prowestliche »Reformpartei« Acum lehnte zunächst alle Gespräche ab und stellte dann den Sozialisten unter bestimmten Bedingungen eine Kooperation in Aussicht. Pla...

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