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28.06.2019 / Feminismus / Seite 15

Protest wirkt

Im Vergewaltigungsfall »La Manada« hat sich der Druck der Straße für Spaniens Feministinnen gelohnt. Doch es gibt Risiken

Carmela Negrete

Es war ein Justizfall, der Spanien verändert hat. Das Oberste Gericht des Landes verurteilte am Freitag vergangener Woche in einem Berufungsprozess fünf Männer, die 2016 eine 18jährige vergewaltigt hatten, zu jeweils 15 Jahren Haft. Das Landgericht Navarra hatte zuvor die Handlungen der Täter, darunter ein Soldat und ein Mitglied der paramilitärischen »Guardia Civil«, lediglich als »sexuellen Missbrauch« gewertet, weil es »weder Schläge noch Drohungen« gegeben habe, und sie jeweils nur zu neun Jahren Haft verurteilt. Das ist für spanische Verhältnisse eine milde Strafe für Sexualdelikte. Einer der drei Richter hatte die Täter sogar freisprechen wollen.

Die feministische Bewegung Spaniens hatte daraufhin Massenproteste gegen patriarchale und sexualisierte Gewalt sowie deren Verharmlosung organisiert. Gleichstellungsministerin Carmen Calvo (PSOE) kündigte nach Bekanntwerden des Urteils eine Strafrechtsreform an, um die Rechte von Frauen zu stärken, die sich...

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