Schwarzer Kanal
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28.06.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Zwischen den Fronten

In Mali nehmen bewaffnete Konflikte mit zivilen Opfern zu. Internationale Truppen und Zentralregierung erfolglos

Bernard Schmid

Massaker und kein Ende: Die Situation im geographischen Zentrum Malis entsetzt weite Teile der Bevölkerung. Am 21. Juni demonstrierten mehrere tausend Menschen in der Hauptstadt Bamako und riefen Slogans wie »Ein Leben ist ein Leben«, »Schützt die Zivilisten«, aber auch – um der sich ausbreitenden Sichtweise entgegenzutreten, dass einzelne Volksgruppen zu Tätern gemacht werden: »Peuls und Dogon sind Opfer«.

Zuvor waren am 18. Juni dieses Jahres 41 Menschen, überwiegend Angehörige der Dogon, in zwei Dörfern der Region Mopti massakriert worden. Daran waren rund einhundert Täter auf Motorrädern beteiligt. Am 25. März waren bei einer Strafexpedition, die von Angehörigen traditioneller Jagdgesellschaften der Dogon ausging, mindestens 160 Menschen ermordet worden. In diesem Falle waren die Opfer überwiegend Peuls. Doch diesen beiderseitigen Massentötungen liegt keine traditionelle Feindschaft oder, wie europäische Rassisten es formulieren würden, »Stammesfehde«...

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