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27.06.2019 / Inland / Seite 8

»Es wird keine Kritik an Sammelunterkunft geduldet«

Geflüchteter verliert Job als Dolmetscher in »Ankerzentrum« nach Interview mit Bayerischem Rundfunk. Gespräch mit Thomas Bollwein

Gitta Düperthal

Seit 14 Monaten lebt der Geflüchtete Amir T. im »Ankerzentrum« in Bamberg. Dort arbeitete er als Dolmetscher, bis ihm vor kurzem der Job gekündigt wurde. Was ist passiert?

Amir T. war vom Bayerischen Rundfunk zu den Zuständen in der Einrichtung interviewt worden. Wenige Tage nach Veröffentlichung des Berichts kündigte ihm die Lagerleitung, vermutlich angewiesen von der Bezirksregierung von Oberfranken, seine Übersetzerarbeit. An diesem 13. Juni schickte ihn die Koordinatorin des Medizinischen Dienstes der Unterkunft mit der Begründung weg, er dürfe aufgrund des Interviews beim BR nun nicht mehr dort arbeiten. Die Flüchtlingsunterstützerin Ulrike Tontsch vom Bamberger Verein »Freund statt fremd« fragte daraufhin nach, was das denn solle. Sie erhielt aber keine Antwort – aufgrund von Datenschutz, wie es hieß. Aus unserer Sicht zeigt das ganz klar, dass keine Kritik an der Sammelunterkunft geduldet werden soll.

Was genau schilderte Amir T. im besagten Interv...

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