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27.06.2019 / Titel / Seite 1

Vernetzter Einzeltäter

Neonazi gesteht Mord an Kasseler Regierungspräsident Lübcke. Angeblich keine Mittäter. Bundesinnenminister verspricht weitere Ermittlungen

Claudia Wangerin

Der Neonazi Stephan Ernst hat nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Untersuchungshaft den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) gestanden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bestätigte am Mittwoch vor Journalisten im Bundestag eine entsprechende Eilmeldung der Deutschen Presseagentur, die dies von Teilnehmern der nichtöffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses erfahren hatte. Dort hatte Generalbundesanwalt Peter Frank am Mittwoch die Abgeordneten informiert. Ernst behauptet demnach, er sei als Einzeltäter unterwegs gewesen, als er in der Nacht zum 2. Juni Lübcke mit einem Kopfschuss getötet hatte.

Seehofer dankte am Mittwoch den Sicherheitsbehörden, fügte aber hinzu, er wolle »deutlich darauf hinweisen, dass für uns damit die Aufklärung nicht abgeschlossen ist«. Er versprach intensive Ermittlungen darüber, »ob es Mitwisser gab oder sogar Mittäter«. Er habe dem Ausschuss versprochen, »dass wir alles, was menschenmöglich...

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