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26.06.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stabil trotz Sanktionen

Russische Goldreserven auf Rekordhoch. Schatzbildung stützt Währung, aber bremst notwendige Investitionen

Reinhard Lauterbach

Russland setzt angesichts der Gefahr neuer US-Sanktionen seine extrem konservative Wirtschafts- und Währungspolitik fort. Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg bereits vor zehn Tagen berichtete, stiegen die Währungsreserven der russischen Nationalbank auf einen Rekordstand von umgerechnet 502 Milliarden US-Dollar. Das ist soviel, wie sie vor dem Beginn des Sanktionsregimes betrugen. Das heißt, dass das Geld, das die Zentralbank damals zur Abfederung der starken Kursschwankungen des Rubels ausgab, inzwischen wieder akkumuliert worden ist.

Allerdings: Auch wenn die russischen Reserven nach wie vor der Konvention halber in Dollar angegeben werden, hat sich der Anteil der US-Währung an ihnen in den Sanktionsjahren halbiert. Der Anteil des »Greenback« an den Valutareserven Russlands beträgt heute nur noch 20 Prozent. Ursache dafür sind in bescheidenem Umfang ausgebaute Positionen in Euro und Yuan, vor allem aber ein starker Anstieg der Goldreserven. ...

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