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26.06.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Vertuschen wird schwerer

NSU-Sumpf: Hessens Geheimdienst nach Mord an Walter Lübcke unter Druck

Claudia Wangerin

Seit dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der am 2. Juni nach bisherigen Ermittlungen von dem Neonazi Stephan Ernst erschossen wurde, wird der Ruf nach Freigabe der hessischen Verfassungsschutzakten zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) lauter. Der hessische Landtagsabgeordnete Hermann Schaus (Die Linke), dessen Fraktion diese Forderung seit Jahren stellt, zeigte sich am Montag gegenüber junge Welt optimistisch, dass die 2014 festgelegte Sperrfrist von 120 Jahren bald zumindest »reduziert« werden könnte.

Vergangene Woche hatten auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich und die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, die Freigabe der Dokumente verlangt. Die Eltern des Kasseler NSU-Mordopfers Halit Yozgat und ihre Anwälte hatten im Münchner Gerichtsverfahren beharrlich darum gekämpft, dass die Rolle des Verfassungsschutzes geklärt wird. Dessen Mitarbeiter Andreas Temme war im Internetcafé ihr...

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