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25.06.2019 / Thema / Seite 12

Von erstaunlichem Talent

Vor zehn Jahren starb der Schriftsteller Jochen Berg

Stefan Amzoll

»Der Versuch der Barbarei

zu entkommen ist gescheitert.

Die nächsten Partituren benötigen kein Papier.«

Jochen Berg

Jochen Berg? Wer ist das? War das nicht einer, der die alten Griechen und Römer verehrte und die heillosen, unauflösbaren Kollisionen der Aischylos, Sophokles und Euripides höher schätzte als alles, was die nachfolgende Dramenhistorie hervorbrachte? Der seine Gedanken enthüllen wollte, statt sie zu verbergen, und zeitlebens nur geringe Räume dafür fand? Der von den Früchten seines Geistes kosten lassen wollte, obwohl sie manchen nicht schmeckten, und dessen Ranküne wider die gewöhnlichen Regeln und den Common sense in der Kunst erst dann ins Leere liefen, als die Leere zur allgemeinen Räson geworden war?

Bleicherode, Alte Kanzlei, 25. Mai 2019. Ausstellung »Jochen Berg (1948–2009) – Theaterdichter, Querdenker, Zeichner aus Bleicherode – Einblicke in Leben und Werk«. Sie zielt auf Leben und Werk eines in der Region noch Unbekannten. Dessen El...

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