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25.06.2019 / Ausland / Seite 8

»Wir wollen keine Hoffnungslosigkeit verbreiten«

Friedensprozess in Kolumbien: Trotz Angriffen der Regierung kämpfen soziale Bewegungen weiter. Ein Gespräch mit Gladys Rojas Sierra

Frederic Schnatterer

Sie sind gerade im Rahmen einer politischen Rundreise in Europa unterwegs, um über die Situation in Kolumbien aufzuklären. Um was geht es Ihnen dabei?

Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal die Gelegenheit, nach Berlin zu kommen. Schon damals habe ich meine Sorgen in Bezug auf den Friedensprozess in Kolumbien geäußert. In Deutschland und Europa wird davon ausgegangen, dass das Abkommen von 2016 das Ende des Konflikts mit sich gebracht habe. Für uns in den Regionen hat sich aber nicht viel dadurch geändert, sondern der Krieg ging genauso weiter.

Woran liegt das?

Bei den Verhandlungen zwischen der Regierung und der damaligen Guerilla FARC-EP hat ein wichtiger Teil gefehlt, nämlich wir, die Gemeinden. Es war immer das einfache Volk, das am meisten vom Konflikt betroffen war. Daher haben wir auch immer gefordert, dass es einen Platz am Verhandlungstisch bekommen müsse.

Außerdem hat die Regierung schon zu Beginn der Verhandlungen festgelegt, dass das Wirtschaf...

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