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24.06.2019 / Sport / Seite 16

Von Neymar »geliked«

Von Ronaldinho, Rivaldo und Co. im Wahlkampf unterstützt, nutzt Bolsonaro die Copa América nun als Bühne

Glenn Jäger

Ronaldinho, ausgerechnet Ronaldinho. Der, der immer lächelte. Der Hasenzahn, der Junge aus der Favela, der Zauberer am Ball, mit Barça zweifacher Champions-League-Sieger, mit Brasilien 2002 Weltmeister. Ausgerechnet Ronaldinho unterstützte den heutigen Präsidenten Jair Bolsonaro bereits in dessen Wahlkampf. Ein kleiner Schock, der selbst Zeit online titeln ließ: »Der Weltfußballer und der Faschist« (30.1.2018). Auch andere Medien erinnerten vor der Wahl an einschlägige Worte Bolsonaros. Etwa an jene zu einer linken Politikerin, die es »nicht verdient« habe, von ihm vergewaltigt zu werden. Rassistische und homophobe Sprüche ähnlichen Kalibers wurden ebenso angeprangert wie die Verherrlichung der Militärdiktatur (1964–85). Bolsonaro hatte im Wahlkampf Mitgliedern der Arbeiterpartei in Aussicht gestellt, man werde sie »an die Wand stellen«. Diesmal würden »die Säuberungen umfassend sein«.

Als Faschisten bezeichnen ihn die deutschen Leitmedien nicht mehr, sch...

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