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21.06.2019 / Feuilleton / Seite 10

Wie geknickte Galgen

Im Verbrecher-Verlag ist ein Lesebuch mit Prosa, Gedichten und Essays des antifaschistischen Autors Günther Weisenborn erschienen

Enno Stahl

Fünfzig Jahre ist Günther Weisenborn jetzt tot. Man kann sagen, dass er einer der standhaftesten und politisch konsequentesten Schriftsteller der jüngeren deutschen Literaturgeschichte gewesen ist. Geboren 1902, war er Antifaschist, Kriegsgegner, sein Widerstand gegen das faschistische Regime in Deutschland brachte ihm das Todesurteil ein, das dann jedoch in eine Zuchthausstrafe umgewandelt wurde. Erst im April 1945 wurde er von der Roten Armee befreit. Diese Zeit hat ihn nach eigenem Bekunden maßgeblich geprägt – auch in der jungen Bundesrepublik blieb Weisenborn unbequem für die Herrschenden, ein beständiger Mahner gegen Wiederbewaffnung, Atomkrieg und rechten Ungeist.

Zum Jubiläumsjahr hat der Verbrecher-Verlag ein Weisenborn-Lesebuch herausgebracht, zusammengestellt hat es Carsten Ramm, Intendant der Badischen Landesbühne Bruchsal – Gedichte, kurze Prosa und Essays aus dem Nachlass, größtenteils unveröffentlicht. Ramm hat seine Sache außerordentlich g...

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