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21.06.2019 / Feuilleton / Seite 8

»Selbst Christa Wolf wurde ›geschlachtet‹«

Wie wird heute mit DDR-Literatur umgegangen? Fragen aus Anlass einer Tagung am Sonnabend. Gespräch mit Ronald Weber

Arnold Schölzel

An diesem Sonnabend findet in Leipzig eine Tagung statt, die den Umgang mit DDR-Literatur nach 1990 zum Inhalt hat. Sie haben 2018 eine Biographie zu Peter Hacks vorgelegt. Warum interessiert sich ein junger Westdeutscher wie Sie für ostdeutsche Literatur?

Wer in den 2000er Jahren Literaturwissenschaft studierte, kam an Heiner Müller nicht vorbei. Das öffnete den Blick auch für andere Autoren. Hinzu kam, dass ich in einem politischen Umfeld sozialisiert worden bin, das ein eher positives Verhältnis zur DDR hatte oder doch zumindest Verständnis für ihre Probleme.

Hat dieses Kennenlernen Ihre politische Haltung beeinflusst?

Das war bei den Büchern von Hermann Kant in Bezug auf den Faschismus auf jeden Fall so. Sein »Impressum« habe ich früh gelesen. Auch Werner Bräunigs »Rummelplatz« und Brigitte Reimanns »Franziska Linkerhand« waren prägend. Beides sind Romane, bei deren Lektüre man viel über den Sozialismus lernen kann.

Gewissermaßen wie Nachrichten aus e...

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