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20.06.2019 / Medien / Seite 15

Heilige Kühe in Not

Teilwerbeverbot, Spitzengehälter deckeln: Niederländische Regierung will öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren

Gerrit Hoekman

Nederlandse Publieke Omroep (NPO) heißt der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den Niederlanden. Und der soll ab dem 1. Januar 2021 in allen drei Programmen werbefrei sein – zumindest vor 20 Uhr. Das hat die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte beschlossen, wie RTL Nieuws am 14. Juni auf seiner Homepage berichtete. Mit der Maßnahme sollen unter anderem Kinder vor Reklame im Fernsehen geschützt werden. Das Gesetz muss allerdings noch durch das Parlament.

Für NPO ist das problematisch. Dem Senderverbund würden dadurch im Jahr rund 60 Millionen Euro verlorengehen, von denen der Staat künftig nur zwei Drittel über höhere Gebühren kompensieren will. Der Rest muss »eingespart« werden. »Das geht eindeutig zu Lasten von guten und beliebten Programmen und macht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weniger schlagkräftig«, kritisiert NPO den Plan.

Den vom Rundfunkverbund befürchteten Substanzverlust sieht Arie Slob, Minister für Bildung und Medien in unserem Nac...

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