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15.06.2019 / Ausland / Seite 7

Die Allerdurchlauchteste protestiert

Nach Unfall von Kreuzfahrtschiff: Bürger Venedigs wollen »Monster« aus Lagunenstadt verbannen

Gerhard Feldbauer

Es ist kaum vorstellbar, dass Riesenkreuzfahrtschiffe dicht an den Wohnhäusern einer Großstadt vorbeifahren. In der Metropole Venedig passiert das allerdings täglich. Am 2. Juni rammte dabei das 275 Meter lange Schiff »MSC Opera« eine Anlegestelle und gleichzeitig ein Touristenboot mit etwa 130 Menschen an Bord. Vier von ihnen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kapitän wegen des Verdachts der Fahrlässigkeit und Missachtung von Sicherheitsvorkehrungen.

Der Unfall hat die seit Jahrzehnten geführte Debatte, die Schiffskolosse aus Venedig zu verbannen, neu belebt. »Raus mit den Monsterschiffen aus Venedig«, lautet einer der Slogans, die in der Stadt zu sehen sind. Organisatorin der Proteste ist die Bürgerbewegung »Comitato No Grandi Navi«. In einer Erklärung heißt es: »Ein Kreuzfahrtschiff verpestet unsere Luft so stark wie 14.000 Autos.«

In Venedig, das zu den größten europäischen Häfen für Kreuzfahrten gehört, legten 2018 über 600 d...

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