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15.06.2019 / Ausland / Seite 7

Spiel auf Zeit

USA fordern Auslieferung von Julian Assange. Britische Richter wollen erst im kommenden Jahr entscheiden

André Scheer

In London hat am Freitag die erste Anhörung des Wikileaks-Gründers Julian Assange stattgefunden. Seine Aussage vor dem Westminster Magistrates’ Court, dem zuständigen Amtsgericht, wurde per Videoschaltung aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh übertragen, in dem der Journalist seit seiner Verhaftung im April einsitzt. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich einige Dutzend Demonstranten und forderten die Freilassung Assanges.

Am Vortag hatte der britische Innenminister Sajid Javid den Auslieferungsantrag der US-Behörden unterzeichnet und damit von Regierungsseite den Weg für eine Überstellung des Australiers freigemacht. Das letzte Wort haben jedoch die Richter. Doch diese wollen sich Zeit lassen. Chief Magistrate Emma Arbuthnot legte den Termin für die endgültige, auf fünf Tage angesetzte Anhörung auf Ende Februar kommenden Jahres fest. Bis dahin verbüßt Assange eine knapp einjährige Haftstrafe, weil er 2012 mit seiner Flucht in die Botschaft Ecuador...

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