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15.06.2019 / Ausland / Seite 6

Marsch auf den Palast

Trotz Repression und Gewalt gehen Haitianer weiter auf die Straßen. Präsident Moïse soll endlich gehen

Ina Sembdner

Die Protestbewegung in Haiti hatte für Donnerstag und Freitag (Ortszeit) zu einem »Marsch der sieben Touren auf den Nationalpalast« in Port-au-Prince aufgerufen, um den seit Beginn der Proteste geforderten Rücktritt von Präsident Jovenel Moïse durchzusetzen. Dem Aufruf der »Petrochallengers«, wie sich die Bewegung nennt, waren erneut Tausende Menschen gefolgt. Zuvor hatten sie die Hauptstadt am Montag und Dienstag mit Streiks, Barrikaden und Protesten lahmgelegt. Stein des Anstoßes war die im vergangenen November bekannt gewordene Veruntreuung von rund 1,8 Milliarden Euro aus dem von Venezuela eingerichteten Solidaritätsfonds Petrocaribe durch Moïse und seine Regierung. In einem am 31. Mai veröffentlichten Bericht des Oberen Rechnungshofs heißt es laut der Nachrichtenagentur AFP, dass es sich bei den Vorgängen um Moïses damalige Firma, die Projekte aus dem Fonds umsetzte, um »nichts weniger als ein System der Veruntreuung« gehandelt und es »betrügerische ...

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