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12.06.2019 / Ansichten / Seite 8

Weltmacht im Wartestand

Außenpolitische Strategie der EU

Jörg Kronauer

Große Töne, wie immer: Die EU »muss selbstbewusster und mächtiger werden«, heißt es in dem Entwurf für ein Strategiepapier für die Zeit bis 2024, das der EU-Gipfel kommende Woche unter dem Titel »Strategische Agenda« beschließen soll. Von der »Förderung von Europas Interessen und« – natürlich! – »Werten« ist in dem Papier die Rede: Die EU müsse »helfen, die globale Zukunft zu prägen«. Die Zukunft der Welt »prägen«: Ungebrochen ist das Weltmachtstreben der deutsch dominierten Union. Selbstverständlich benötige man dafür, heißt es weiter, »mehr Ressourcen«: Auf Augenhöhe mit den USA und China zu gelangen, wie vor allem Berlin es schon seit langem wünscht, das muss man sich eben etwas kosten lassen. So soll, fordern die Autoren, in Zukunft mehr in Rüstung und Militär investiert werden. Weltpolitik gibt’s nicht umsonst.

So großspurig die »Strategische Agenda« auch daherkommt: Mindestens ebensoviel wie über das Weltmachtsehnen der europäischen Zentralmacht ver...

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