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12.06.2019 / Ausland / Seite 7

Gefahr der Abstumpfung

Japanischer Premier wirbt im Iran für Verhandlungen. Teheran droht mit Ausstieg aus Atomabkommen

Knut Mellenthin

Der Iran bleibt Mittelpunkt internationaler »Vermittlungsbemühungen«. Am heutigen Mittwoch beginnt ein dreitägiger Besuch des japanischen Premierministers Shinzo Abe in Teheran. Dort will er Gespräche mit Außenminister Dschawad Sarif und Präsident Hassan Rohani führen. Ob es auch zu einem Treffen mit dem »obersten Revolutionsführer« Ali Khamenei kommt, das Abe angeblich wünscht, scheint noch nicht entschieden. Abe ist seit dem Beginn der »islamischen Revolution« 1978 der erste japanische Regierungschef, der den Iran besucht.

Der japanische Premier äußerte vor seiner Reise die Absicht, »einen Beitrag zu Frieden und Stabilität in der Region zu leisten«, indem er in Teheran für Verhandlungen mit den USA wirbt. Über dieses Thema hatte er mit Donald Trump am 27. Mai bei einem Treffen in Tokio gesprochen. Bei der Pressekonferenz im Anschluss erklärte der US-Präsident zum wiederholten Mal, er wolle einen »Deal« mit Teheran schließen und glaube auch, dass es dazu...

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