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11.06.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Knorr-Bremse Wülfrath droht Schließung

Konzern feiert unterdessen neue Rekordprofite. Belegschaft kampfentschlossen

Martin Hornung

Am 29. Mai veröffentlichte die Knorr-Bremse AG ihren Quartalsbericht. Demnach konnte der Weltmarktführer für Schienen- und Nutzfahrzeugbremsen ein Umsatzplus von 8,8 Prozent gegenüber 2018 verbuchen. Sein Gewinn vor Steuern lag bei 19 Prozent (Vorjahr 18,3) – eine einmalige Profitrate. Kein Wunder: 80 Prozent der 29.000 Beschäftigten werden weltweit zum Billiglohn ausgebeutet, von den deutschen Standorten sind vier Fünftel nicht tarifgebunden.

2016 hatte Knorr-Bremse im nordrhein-westfälischen Wülfrath den Lenksystemhersteller Tedrive Steering Systems gekauft. Seither wartet die Belegschaft des Betriebes, der 2017 in Knorr-Bremse Steering Systems GmbH Wülfrath umbenannt wurde, auf Einhaltung von Arbeitsplatzsicherungszusagen. Auch sie wurde mit Forderungen konfrontiert, ohne Entgeltausgleich 42 statt 35 Stunden pro Woche zu arbeiten. Wenige Stunden bevor nahezu alle Beschäftigten am 23. Mai für ihre Arbeitsplätze in der Innenstadt demonstrierten, ließ Kno...

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