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08.06.2019 / Feuilleton / Seite 11

Viel Strauß, wenig Eisner

Das neue Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg bietet eine selektive Sicht auf die Historie des südlichsten Bundeslandes

Reinhard Lauterbach

Die halbe Miete bei der Geschichtsschreibung ist die Periodisierung. Also die Frage: Wo fängt man an, und wo hört man auf? In dem Sinne ist es natürlich willkürlich, die bayerische Geschichte 1805 einsetzen zu lassen, wie es das am Mittwoch dieser Woche in Regensburg eröffnete Haus der Bayerischen Geschichte in seiner Dauerausstellung »Geschichte weiß-blau – von 1800 bis heute« tut. Unter den Tisch fällt damit – bis auf eine Filmprojektion am Rande – nicht nur die römische Geschichte von Südbayern bis zur Donau, sondern auch der bayerische Aspekt der frühbürgerlichen deutschen Revolution, bekannter als deutscher Bauernkrieg. Desgleichen die kapitalistischen Ansätze im spätmittelalterlichen Nürnberg und Augsburg.

Der Ausschnitt, den die Regensburger Museumsleute zeigen, beginnt mit einer politischen Illoyalität. Der bayerische Kurfürst Maximilian, der 1805 den Verband des erkennbar dem Untergang geweihten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verließ...

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