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07.06.2019 / Feminismus / Seite 15

Exilkind und Traumaforscherin

Lore Reich Rubins »Erinnerungen an eine chaotische Welt« auf Deutsch erschienen. Strikte Geschlechternormen prägten ihre Jugend in den USA

Christiana Puschak

Während der Name des Arztes, Psychiaters und Sexualforschers Wilhelm Reich auch jenseits des Fachpublikums ein Begriff ist, kennen nur wenige seine Familienmitglieder – darunter seine jüngste Tochter Lore Reich Rubin, die inzwischen über 90 Jahre alt ist und ihr eigenes bewegtes Leben niedergeschrieben hat.

Ihre Mutter Annie Reich war eine der bekanntesten linksoppositionellen Aktivistinnen im Kreis um den sozialistischen Psychoanalytiker Otto Fenichel. Als Medizinstudentin war sie in der sozialistischen Wiener Jugendbewegung aktiv und lernte den Arzt Wilhelm Reich kennen, bei dem sie eine Lehranalyse begann. Als sie ihn 1922 heiratete, setzte sie diese bei Anna Freud fort. Sie bekam zwei Töchter, von denen die 1928 geborene Lore lange im Schatten ihrer älteren Schwester Eva stand. Als Alternativmedizinerin hatte sich Eva Reich durch ihre bioenergetische Arbeit mit sogenannten Schreibabys einen Namen gemacht.

Nunmehr liegen Lore Reichs biographische Aufze...

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