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06.06.2019 / Inland / Seite 5

Schlappe für Klinikmanager

Bundessozialgericht urteilt: Honorarärzte in Krankenhäusern sind sozialversicherungspflichtig

Ralf Wurzbacher

Das auf Verschleiß gefahrene deutsche Gesundheitssystem steuert auf noch größere Personalengpässe zu. Sogenannte Honorarärzte, die bis dato als Freiberufler und zeitlich befristet in nicht unerheblichem Umfang die Lücken im Klinikbetrieb schließen, sind in aller Regel als Scheinselbständige anzusehen. Sofern die Betroffenen »weisungsgebunden beziehungsweise in eine Arbeitsorganisation eingegliedert sind«, unterlägen sie der Sozialversicherungspflicht, entschied am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Krankenhäuser, die in der Vergangenheit auf Freelancer zurückgegriffen haben, müssen daher Sozialbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung zurückzahlen.

Das Urteil ist von weitreichender Bedeutung, weil es eine gängige Strategie der Klinikmanager durchkreuzt: Festangestellte Mediziner halten sie sich so wenige wie möglich, und was diese im Arbeitsalltag nicht schaffen, müssen Zuarbeiter von außen besorgen. Diese lassen sich je nach Bedarf flexi...

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