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05.06.2019 / Feuilleton / Seite 11

Verschleppt am Flughafen

Beim Freiburger Filmforum holt die Realität das transkulturelle Kino auf erschreckende Weise ein

Hannes Klug

Dieses Wiedersehen war kein gewöhnliches: Nach der Vorführung des Films »Fai re-Part« fielen der belgische Regisseur Rob Jacobs und seine Kollegin Anne Reijniers den beiden kongolesischen Filmemachern Nizar Saleh und Paul Shemisi um den Hals und wollten sie gar nicht mehr loslassen. Kein Wunder: Saleh und Shemisi hatten auf ihrem Flug von Kinshasa nach Frankfurt am Main gerade am eigenen Leib erfahren, was es heißt, trotz gültiger Papiere festgesetzt zu werden. Nur mit Glück und dank des Eingreifens mehrerer Botschaften sowie des Goethe-Instituts konnten sie entkommen. Dazu gleich mehr.

Ihr formal auch aus einem hochwertigen Programm herausragender Film dokumentiert selbstreflexiv eine belgisch-kongolesische Gemeinschaftsarbeit, die – so formuliert es Nizar Saleh – im Verhältnis der beiden Länder, die durch ihre Kolonialgeschichte miteinander verbunden sind, ein neues Kapitel eröffnen soll: Eines, in dem das koloniale Erbe anerkannt und respektiert, aber ...

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