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04.06.2019 / Ausland / Seite 7

Scharf geschossen

Paramilitärische Einheiten gehen im Sudan gegen friedlichen Protest vor. Zahlreiche Tote und Verletzte

Ina Sembdner

Am Montag morgen hat der Militärische Übergangsrat im Sudan mit dem Einsatz von Gewalt die seit Monaten andauernde Sitzblockade im Zentrum Khartums geräumt. Nach Angaben des Zentralkomitees der sudanesischen Ärzte, das der Protestbewegung nahesteht, wurden bis zum Nachmittag mindestens 13 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Sie berichteten laut der Nachrichtenagentur Reuters auch davon, wie Milizionäre innerhalb des East-Nile-Krankenhauses, in dem verletzte Demonstranten versorgt wurden, scharf geschossen hätten.

Nachdem in der vergangenen Woche viele Sudanesen dem Aufruf zum Generalstreik gefolgt waren und die Einschränkung der Pressefreiheit mit der Schließung der Al-Dschasira-Station in Khartum nicht den erwünschten Effekt erbrachte, reagierte die Militärführung am Montag mit einer weiteren Eskalation der Härte gegenüber der protestierenden Bevölkerung. Laut der in Frankreich ansässigen Sudan Tribune vom Montag stürmte die schnelle Eingre...

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