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04.06.2019 / Ausland / Seite 6

Es drohte ein Bürgerkrieg

Zu den Ereignissen vor 30 Jahren in Beijing. Von Gerhard Feldbauer

Gerhard Feldbauer

Im Frühsommer 1989 bahnte sich in Osteuropa die Krise des real existierenden Sozialismus an, die der Imperialismus zur Konterrevolution nutzte. Auch in der Kommunistischen Partei Chinas fanden zu dieser Zeit Auseinandersetzungen über den weiteren Weg zum Sozialismus durch ökonomische Reformen unter der Kontrolle und Führung der Partei statt, gegen die sich eine liberale Fraktion wandte, die auf kapitalistische Restauration setzte. Ihre führenden Kräfte waren Studenten und Angehörige der Intelligenz, von denen nicht wenige während der Zeit der »Großen Proletarischen Kulturrevolution« unter Mao Zedong in den 1960er und 70er Jahren als »rechte Elemente« gemaßregelt und in Arbeitslager auf dem Land verbannt worden waren. An den Protesten, die im April 1989 auf dem Tian­anmen-Platz in Beijing begannen, beteiligten sich auch Intellektuelle, vor allem Hochschullehrer, die in den Jahren zuvor zu Zehntausenden in den USA und Westeuropa studiert hatten. Allein in d...

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