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04.06.2019 / Ausland / Seite 2

»Solange wird es keinen Frieden geben«

Anhaltende Gewalt in Kolumbien: Soziale Bewegungen und Indigene im Visier von Paramilitärs. Ein Gespräch mit Verónica López Estrada

Georg Sturm

Über einen Monat lang streikte die Landbevölkerung im Südwesten Kolumbiens in diesem Jahr bereits. Ende April kam es zu einem landesweiten Generalstreik. Worum geht es?

Die Proteste wurden vor allem von der indigenen, aber auch Teilen der afrokolumbianischen Bevölkerung getragen. Anlass der Streiks ist die Verweigerung des Staates, die Vereinbarungen umzusetzen, die er mit diesen Gruppen getroffen hat. Dabei geht es um die Rückgabe von Land, den Bau von Straßen und Schulen sowie den Respekt vor der Autonomie der Indigenen. Hinzu kommt noch, dass die Regierung ihren Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag mit der FARC-Guerilla nicht gerecht wird.

Wie wurde auf die Proteste reagiert?

Sie wurden auf brutale Weise unterdrückt. Zum einen schickte der Staat die Aufstandsbekämpfungseinheiten der Polizei. Zum anderen versuchte die Regierung, die öffentliche Meinung durch eine Propagandakampagne zu beeinflussen: Die indigene Streikbewegung wird mit Dissidenten der...

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