Gegründet 1947 Sa. / So., 14. / 15. Dezember 2019, Nr. 291
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01.06.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Eine Welt ohne Atomwaffen ist realistisch«

Gespräch mit Michael Schulze von Glaßer. Über globales Wettrüsten, den aufgekündigten INF-Vertrag und die notwendige Mobilisierung der Jugend

Markus Bernhardt

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, kurz DFG-VK, ruft mit verschiedenen anderen Organisationen der Friedensbewegung für dieses Wochenende bundesweit zu einem Aktionstag gegen ein neues atomares Wettrüsten auf. Vor allem geht es um die Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA. Was hat es mit diesem Regelwerk auf sich, das am 1. Juni 1988, also genau vor 31 Jahren, in Kraft trat?

Der INF-Vertrag brachte im »Kalten Krieg« nach einer langen Zeit der beidseitigen atomaren Aufrüstung die ersehnte Entspannung. Er war dabei auch eine Reaktion auf die jahrelangen Proteste Hunderttausender Menschen in Deutschland. Konkret vereinbarten US-Präsident Ronald Reagan und der sowjetische Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, ein Verbot von landgestützten Atomwaffen mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern. Insgesamt wurden daraufhin 2.692 dieser Waffen demontiert, die letzten im Mai 1991. Bei der Überprüfung im Ma...

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