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03.06.2019 / Ausland / Seite 7

Wenn die Justiz käuflich ist

»Ibiza« in Bosnien: Video soll Bestechlichkeit eines hohen Beamten dokumentieren. Sarajevo fürchtet Reaktion der EU

Roland Zschächner

Ein heimlich aufgenommenes Video sorgt in Bosnien und Herzegowina für Aufregung. Es zeigt, wie sich der Präsident des »Hohen Rats für die Gerichte und Staatsanwaltschaft« (HRGS), Milan Tegeltija, von einem Geschäftsmann über einen Mittelsmann mindestens 2.000 Mark, rund 1.000 Euro, übergeben lässt, um einen Fall bei Gericht »zu lösen«. Gegen Tegeltija werde ein Disziplinarverfahren eröffnet, hieß es am Freitag aus Sarajevo. Am Sonntag meldete der Nachrichtensender N1, Parlamentspräsident Bakir Izetbegovic gehe davon aus, dass nun eine Reaktion der Europäischen Union folgen werde.

Auslöser des jüngsten Skandals waren Berichte des Internetmagazins Zurnal. Dieses hatte im Mai darüber informiert, dass Tegeltija korrupt sei. Dieser wies die Beschuldigung umgehend zurück. Doch Ende des Monats tauchten dann die verwackelten Schwarzweißaufnahmen auf. Darauf zu sehen ist nicht nur Tegeltija, sondern auch ein Beamter der bosnischen Spezialpolizei – und zwar als Emp...

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