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03.06.2019 / Inland / Seite 4

Spiel mit der Angst

Bundeswehr: Verteidigungsministerium rechtfertigt Anwerbeaktion bei Ford und VW. Linkspartei kritisiert »geschmacklose« Kampagne

Susan Bonath

Bei der Suche nach Kanonenfutter legt sich die Bundeswehr wenig Zurückhaltung auf. In Schulen buhlt das deutsche Militär um Minderjährige, in Jobcentern um Erwerbslose. Nun umwirbt die Bundeswehr auch noch systematisch Beschäftigte, deren »Arbeitgeber« angekündigt haben, im großen Stil Stellen abzubauen; im April versuchte sie, die Angst von Arbeitern vor ihrer Entlassung auszunutzen.

Mit dem Slogan »Job Fort? Mach, was wirklich zählt!« warb sie vor den Werkstoren des Autobauers Ford in Köln. Bei Volkswagen in Wolfsburg ging sie mit Sprüchen wie »Jetzt Job fürs Volk wagen!« an den Start. Auch in Boulevardzeitungen und »sozialen Medien« machten die Werbekampagnen die Runde – allerdings zum Unmut der Betriebsräte und vieler Beschäftigter. Die Bundesregierung stört sich aber nicht daran. Im Gegenteil: Diese »Maßnahmen« seien »notwendig, um interessierten Bürgern ein Bild von der Vielfalt der attraktiven beruflichen Möglichkeiten und Perspektiven im Aufgabenb...

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