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27.05.2019 / Ausland / Seite 7

Das System schlägt zurück

Algerien: Freilassung von Oppositionspolitikerin Louisa Hanoune abgelehnt. Ihre Partei vermutet Vergeltung für Beteiligung an Protesten

Florian Wilde

In Algerien bleibt die prominente linke Oppositionspolitikerin Louisa Hanoune weiter in Haft. Das entschied in der vergangenen Woche ein Militärgericht. Sie war am 9. Mai festgesetzt worden, als sie in der Stadt Blida südlich von Algier zu einer Zeugenaussage auf der Polizeiwache erschienen war. Vorgeworfen wird ihr Verschwörung gegen Staat und Armee.

Mit der Inhaftierung erhöht das algerische Militär den Druck auf die zivile Opposition, die mit wochenlangen Massenprotesten den Rücktritt von Präsident Abdelaziz Bouteflika erzwungen hatte und nun auf eine demokratische Erneuerung des Landes drängt. Zugleich wird mit Hanoune eine mögliche Kandidatin der für den 4. Juli anberaumten Präsidentschaftswahl ausgeschaltet.

Hanoune ist seit der Legalisierung politischer Parteien in Algerien 1990 Vorsitzende der trotzkistischen Arbeiterpartei (PT). Zuvor hatte sie sich für deren illegale Vorläuferorganisation engagiert und saß in den 1980er Jahren meh...

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