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25.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Staatsdoktrin Erpressung

China, Russland, Venezuela, Iran, Nordkorea und Kuba: Die USA steigern sich in einen wahren Sanktionsrausch. Und die Welt guckt zu

Jörg Kronauer

Sie wird immer länger, die Liste der Sanktionen, die die Vereinigten Staaten gegen fremde Länder, Unternehmen und Personen verhängt haben. Fast schon fürs Wettgeschäft taugt die Frage, wen es als nächstes treffen wird: wieder einmal Russland? Erneut ein chinesisches Unternehmen? Vielleicht doch eher venezolanische Regierungsstellen? Oder, damit’s auf die Dauer nicht langweilig wird, auch mal etwas ganz anderes: vielleicht, wegen chronischer Insubordination, demnächst die junge Welt?

Die nächsten Sanktionen, die bereits angekündigt sind, richten sich gegen »Nord Stream 2«. In der vergangenen Woche haben mehrere US-Senatoren einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die längst im Bau befindliche Erdgaspipeline in allerletzter Minute sabotieren soll. Dazu nimmt der Entwurf gezielt die Spezialschiffe ins Visier, die die Leitung verlegen. Denn es gibt nicht viele Firmen, die über solche Boote verfügen und russische Unternehmen gehören nicht dazu. Die Senatoren woll...

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