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24.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ein Milliardendesaster

1,2 Millionen Tonnen verschmutztes Öl in »Druschba«-Leitung. Es braucht Monate diese wieder funktionstüchtig zu machen

Reinhard Lauterbach

Einen Monat nach Entdeckung der Verunreinigung des russischen Exporterdöls in der »Druschba«-Pipeline sind die Folgen weiter unabsehbar. Klar ist nur, dass der Transport des Rohstoffs über die in den siebziger Jahren gebaute Leitung noch über Monate nicht stattfinden kann. Am Dienstag erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak, sein Land sei bereit, »frisches« und nicht mit organischen Chlorverbindungen belastetes Öl einzuspeisen. Das Problem ist aber, dass die Rohre noch mit dem verschmutztem Stoff gefüllt sind. Und niemand hat eine Idee, wie man den entsorgen könnte.

Verstopfte Pipeline

Die Nachrichtenagentur Reuters schätzte am Dienstag, dass insgesamt etwa 1,2 Millionen Tonnen derartig verunreinigten Öls in der Pipeline stecken, 400.000 Tonnen davon auf polnischem Gebiet. Ob Teilmengen davon bereits bis in deutsche Raffinerien gelangt sind, ist unklar. Die russische Seite dementiert dies. Allerdings meldete die russische Agentur RBK (rbc.r...

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