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24.05.2019 / Ausland / Seite 6

Das Tischtuch zerschnitten

Kolumbiens FARC steht vor der Spaltung. Offener Streit zwischen Londoño und Márquez

Santiago Baez

In Kolumbien steht die aus der früheren Guerilla hervorgegangene Partei FARC (Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes) vor der Spaltung. Zwei ihrer führenden Köpfe, Parteichef Rodrigo Londoño alias »Timoschenko« sowie der frühere Chef der FARC-Delegation bei den Friedensverhandlungen in Havanna, Iván Márquez, haben de facto gegenseitig die weitere Zusammenarbeit aufgekündigt und kommunizieren nur noch mittels offener Briefe miteinander.

Mit Datum vom 18. Mai hatte sich Márquez in einem Schreiben an »die Guerillos und alle Kolumbianer« gewandt. Anlass war die Justizfarce um Jesús Santrich, der ebenfalls der FARC-Führung angehört. Der seit gut einem Jahr im Gefängnis sitzende frühere Comandante war am vergangenen Freitag aus der Haft entlassen, noch am Tor der Haftanstalt jedoch wieder festgenommen worden. »Was für eine Schweinerei von Staatsanwaltschaft haben wir«, schreibt Márquez in dem Brief, der von der alternativen Nachrichtenagentur ABP verbreitet...

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