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23.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Hoffen, dass Kapitalismus im Untergang begriffen ist«

Protestaktion der »Initiative Ordensleute für den Frieden« vor Zentrale der Deutschen Bank. Ein Gespräch mit Gregor Böckermann

Gitta Düperthal

Am heutigen Donnerstag hält die Deutsche Bank in Frankfurt am Main ihre jährliche Hauptversammlung ab. Welche Protestaktionen haben Sie geplant?

Zwei unserer Mitglieder werden den voranschreitenden Zerfallsprozess des Kapitalismus mit Krücken simulieren, den der Deutschen Bank mit Rollator. Unser Motto lautet diesmal: »Deutsche Bank pflegebedürftig – Kapitalismus am Ende?« Wir bringen einen Grabstein mit, auf dem vermutlich etwas zu optimistisch steht: »Deutsche Bank, geboren 1870, gestorben 2019« und als weitere Inschrift: »Kapitalismus, geboren im 19. Jahrhundert, der Todeszeitpunkt ist noch offen«.

Seit wann protestieren Sie auf diese Weise?

1990 haben wir »Ordensleute für den Frieden« mit Mahnwachen vor der Zentrale der Deutschen Bank begonnen, weil wir das größte deutsche Geldinstitut als Symbol für das kapitalistische Wirtschaftssystem ansahen. Weil damals, kurz nach der sogenannten Wende, kaum jemand das Wort Kapitalismus in den Mund nahm, hatten w...

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