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21.05.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der verschattete Blick

Eine Retrospektive im Kunsthistorischen Museum Wien zeigt, wie stark Mark Rothkos Abstraktion in der Kunstgeschichte wurzelt

Sabine Fuchs

Das »Kunsthistorische Museum Wien«, entstanden aus den Kunstsammlungen der Habsburger, ist ein konservatives Haus. Die Gemäldegalerie, das Herzstück des Museums im historistischen Prunkbau an der Ringstraße, präsentiert etliche der wichtigsten zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert in Europa entstandenen Kunstwerke, und auch die Sonderausstellungen zeigen meist alte Kunst – zwei der wichtigsten der letzten Jahre waren Velázquez und Breughel gewidmet.

So ist es erstaunlich, dass das KHM nun eine Schau von Gemälden des US-Amerikaners Mark Rothko zeigt, des abstrakten Realisten, bei dem wohl jeder sofort die großen, enigmatischen Farbfeldbilder vor Augen hat, für die er bekannt ist. Dennoch ist es sinnvoll, Rothko in einem Museum klassischer Kunst auszustellen, denn kaum ein anderer Maler des 20. Jahrhunderts hat sich so akribisch mit der Geschichte seiner Profession auseinandergesetzt.

Mehrfach im Laufe seines Lebens hat der 1903 im Russischen Reich gebor...

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