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14.05.2019 / Feuilleton / Seite 10

Der Traum von vollkommener Sicherheit

Kein Persilschein: Der kamerunische Historiker Achille Mbembe sprach in Düsseldorf über das Recht auf Mobilität

Hans-Christoph Zimmermann

Der derzeitigen Zuneigung der deutschen Öffentlichkeit zu dem kamerunischen Historiker, Politikwissenschaftler und Philosophen Achille Mbembe gegenüber ist Vorsicht geboten. Man wird den Eindruck nicht los, als ob eine Sehnsucht nach Absolution am Ursprung dieser plötzlich erwachten Wertschätzung steht. Immerhin lehrt Mbembe seit den 1990ern in Yale, Berkeley, Durham und Johannesburg und hat seitdem zentrale Werke über »Postkolonie«, »Kritik der schwarzen Vernunft« oder »Politik der Feindschaft« veröffentlicht. Wahrgenommen wird er hierzulande aber erst seit 2014. Doch seitdem hagelte es Auszeichnungen: 2015 erhielt er den Geschwister-Scholl-, 2018 den Ernst-Bloch-Preis und ebenfalls vergangenes Jahr den Preis der Gerda-Henkel-Stiftung. Parallel dazu begannen in Deutschland Debatten über Kolonialismus und Restitution kolonialen Raubguts. Doch Mbembe tut seinen Gastgebern den Gefallen nicht und verweigert Europa den Persilschein.

In seiner Rede »Körper als...

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