Der Schwarze Kanal
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09.05.2019 / Medien / Seite 15

Probleme bei Zensur

Marokko unterdrückt kritische Berichterstattung. Doch soziale Netzwerke bereiten dem Regime Kopfschmerzen

Gerrit Hoekman

Der Journalist Ali Lmrabet lebt überwiegend in Katalonien. In seiner Heimat Marokko hat er seit Jahren Schreibverbot. Mundtot ist er dennoch nicht. Am 18. April gab Lmrabet der algerischen Tageszeitung El Watan ein Interview, das es in sich hat. Es liest sich wie eine Generalabrechnung mit dem marokkanischen Staat.

»Von Norden nach Süden, von Osten nach Westen – ganz Marokko kocht«, sagte er zu El Watan. Dabei zieht er eine Parallele zum gerade stattfindenden politischen Umbruch im Nachbarland Algerien. »Wir sprechen die gleichen Sprachen, Maghrebi, Tamazight, und schreiben Arabisch. Wir haben dieselben Ziele wie Freiheit, Demokratie, Brüderlichkeit und Wohlstand.«

Der 60jährige wurde in Tétouan geboren, eine der Metropolen im Rif, dem Siedlungsgebiet der Amazigh, in Deutsch auch Berber genannt. Seit geraumer Zeit begehren die immer wieder auf. Sie fühlen sich von der Regierung in Rabat benachteiligt. Polizei und Armee gehen mit aller Härte gegen Demonstr...

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