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09.05.2019 / Ausland / Seite 6

Sadistische Freude

US-Administration feiert Sanktionen gegen Venezuela. Caracas macht Finanzblockade für Tod von Kind verantwortlich

André Scheer

Die von den USA gegen Venezuela verhängte Finanzblockade hat nach Angaben der Regierung in Caracas das Leben eines Kindes gefordert. Der Sechsjährige sollte in Italien eine Knochenmarktransplantation erhalten. Doch die Wartezeit war zu lange, am Montag starb der Junge.

Solche Operationen waren bisher aus einem Hilfsfonds bezahlt worden, den Citgo eingerichtet hatte, das Tochterunternehmen des staatlichen venezolanischen Erdölkonzerns PDVSA in den USA. Anfang des Jahres blockierte die US-Administration jedoch die Konten des Unternehmens, zudem kann Venezuelas Regierung aufgrund der Sanktionen praktisch keine internationalen Geldüberweisungen mehr tätigen. Bereits Mitte April hatte Außenminister Jorge Arreaza deshalb auf die dramatische Lage von mindestens 25 kleinen Patienten hingewiesen und die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Offenbar vergeblich.

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez machte Washingt...

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