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08.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Jenseits der US-Kontrolle

Tauschgeschäfte und Lieferungen an Abnehmer, die Öl im eigenen Namen verkaufen: Iran versucht mit Tricks Sanktionen zu umgehen

Knut Mellenthin

Seit dem 2. Mai riskieren alle Importeure von iranischem Erdöl den Ausschluss vom Finanzmarkt der USA. Das Ziel der Trump-Administration besteht darin, den Ölexport des Landes »auf Null« und damit dessen wichtigste Devisenquelle zum Versiegen zu bringen. Irans Einnahmen aus dem Verkauf des Öls werden auf 50 Milliarden US-Dollar (44,6 Milliarden Euro) im Jahr geschätzt. Durch die Strafmaßnahmen soll angeblich erreicht werden, dass Teheran sich zwölf Forderungen unterwirft, die von Trumps Außenminister Michael »Mike« Pompeo im Mai 2018 formuliert wurden. Sie reichen vom Rückzug der iranischen Militärberater aus Syrien über die völlige Einstellung des zivilen Atomprogramms bis zu Eingriffen in die Innenpolitik der Islamischen Republik.

Iran hat vor den Sanktionen gegen seine Ölausfuhr, die 2012 von den USA und der EU verhängt wurden, im Schnitt etwa 2,3 bis 2,4 Millionen Fass (Barrel; je 159 Liter) pro Tag (bpd) exportiert. Nach Inkrafttreten des »Wiener Abk...

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